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  Heilsarmee - Ein Besuch bei der


Die Heilsarmee in Meißen ist hauptsächlich im caritativen Bereich tätig. Zum Kinderfest ergab sich die Möglichkeit einen kurzen Termin mit Gerald Dueck zu machen, um seine Tätigkeit und die seiner Organisation in Meißen mal vorzustellen.
Das Kinderfest, welches dieses Jahr bereits zum 7. mal veranstaltet wurde, können sie hier mit einigen Impressionen und Fotos nachvollziehen.
Die Heilsarmee als gemeinnützige Organisation von ihrem Gründer William Booth, aus einem Ausschluß aus seiner Kirche heraus, ins Leben gerufen, ist heute weltweit aktiv.
Die Methodisten hatten, um es einfach zu sagen, mit Booth die Faxen dicke, weil er in ihre Kirchen des Nachts viele Obdachlose übernachten ließ. Irgendwann war der Punkt erreicht, wo die Methodisten mit Booth und Booth mit den Methodisten nicht mehr wollte und man schloß ihn aus der Kirche aus.
Daraus entstand die heutige Heilsarmee, die wie die meisten Kirchen streng hirarchisch organisiert ist. In den Altbundesländern tritt sie mit missionarischem Eifer an, aber dem Meißner Vertreter Gerald Dueck liegt das nicht so, er überzeugt lieber durch Taten und wenn dann jemand durch ihn oder seine Heilsarmee zum Glauben findet, freut es ihn, aber es ist nicht Voraussetzung.
Dem Gründungswahlspruch von William Booth "Seife, Suppe, Seelenheil!" bleibt man weiterhin treu, indem man aktiv auf die Menschen zugeht. Jeder Mensch ist ein Mensch, egal ob obdachlos, Alkoholiker oder mit anderen Problemen behaftet.

Hier auf dem Foto sehen sie Geralds Frau, eine treue Seele, die mit südamerikanischer Power den Laden am Laufen hällt, wenn schon alle anderen nicht mehr können. Am PC Steffen Mergner, der als hilfreicher Geist ehrenamtlich schon lange für die Heilsarmee arbeitet und über den Gerry sagt: "Er kann einfach nicht nein sagen, ich muß aufpassen, daß er nicht ausgenutzt wird."
Hier sehen sie Gerald Dueck mit Doris Gräff und Gabriele Furchner, die gern und regelmäßig bei der Heilsarmee essen. Beide Damen sagten mir: "Erstens ist es billig, man kann also noch ein wenig sparen, von der Rente, die man hat. Zweitens sind Gerry und seine Leute nett und drittens ist man nicht alleine. Wenn man alleine ist, dann kocht man doch meistens nicht, weil es alleine nicht schmeckt!"
Hier der kleine Gemeinderaum der Heilsarmee, der als Speiseraum, Veranstaltungsraum und als Schulungsraum dient, wenn Gerry mit kanadischem Zungenschlag Englisch unterrichtet.
Gerald Dueck, ein Kanadier, der im mennoitischen Glauben und deutschen Wurzeln groß geworden ist. Seine erste Muttersprache ist das mennoitische Platt, dem Plattdeutschen sehr ähnlich. Die Mennoiten sind auch heute noch ein piotistisches, sich streng von der Umwelt abkapselndes Volk, welches das Streben nach göttlicher Perfektion im Verzicht auf zu viel Vermischung mit der Umwelt lebende Glaubensgesellschaft. Die Heiligkeit verstehen sie als Rückzug von der Welt. Auch durch den Umstand, daß sie streng pazifistisch eingestellt sind und jegliche Kriegsdinste ablehnen waren sie immer der Verfolgung von Behörden ausgesetzt. Das führte fast immer dazu, daß sie ihre Siedlungsgebiete verließen und woanders neu anfingen. So zogen sie vom früheren Holland in die region von Gdansk (Preußisch Holland), dann wieder in die Ukraine und nach Kanada.
Gerry lernte als Kind deutsche Gedichte und deutsche Lieder und hat auch von seinen Eltern während des 2. Weltkrieges von Repressalien gehört. Weil sie sprachen ja deutsch und zogen nicht in den Krieg, sie mußten also Nazis sein.

Er selbst studierte dann an der Uni und fand sich mit seinem Wissen viel zu intelligent für den Glauben. Er baute in Kanada einige Geschäfte auf, bereiste über 50 Länder und traf in einem mexikanischen Museum sein Traumfrau. Die er wie man auf einem witeren Foto sehen wird, auch für sich gewinnen konnte.

So wie es jeden Deutschen mindestens einmal im Leben nach Kanada zieht, zog es Gerald Dueck immer nach Europa. Als er sich entschloß als Seiteneinsteiger für die Heilsarmee zu arbeiten, verkaufte er in Kanada seine Geschäfte und zog nach Deutschland. Vorher hatte er durch die Heilsarmee wieder zum Glauben gefunden, aber zu einem anderen, als dem der ihm von Geburt gepredigt wurde.
Nämlich dem der Heilsarmee, daß man die Welt nur verändern kann, wenn man sich in die Welt einmischt und etwas verändert.
Hier die drei Schönen aus der Küche (von links nach rechts)Margitta Pabst, die ehrenamtlich schon lange für die Heilsarmee kocht und aus allem was zaubert. Martina Demnitz, die gemeinsam mit Anja Drosedo alles vorbereiten und das Essen ausgeben.
Nicht nur das bezahlbare Essen ist wichtig, sondern manchmal auch ein nettes Wort, was vielen Menschen mehr Wärme geben kann, als die staatliche Grundsicherung. Schließlich will jeder als Mensch wahrgenommen werden und als solcher geachtet werden und wichtig sein und gebraucht werden.
Hier Achim, dessen Nachnamen ich leider nicht weiß, der aber die PR der Heilsarmee macht, Gerald Dueck, der Offizier des Heilsarmeecorps in Meißen, Ludwig Mergenberg, der am Gymnasium in Riesa lernt und hier seinen sozialen Tag absolviert, zwei einheimische Kleingärtner, die hier gern essen und ich, der Verzapfer dieses Artikels. (P.S.: Ich habe natürlich für mein Essen bezahlt, Ehrensache!)
Wochentags kann man bei der Heilsarmee für 1,50€ essen und für 0,50 - 1,-€ frühstücken. Donnerstags gibt die Heilsarmee im Park um 11.00 kostenlos Essen aus.

Die Heilsarmee hat als sogenannte NGO (nichtstattliche Organisation), trotz religösem Hintergrund keine Unterstützung aus den über die Einkommenssteuer kassierten Kirchensteuern. Sie ist ausschließlich auf Spenden angewiesen und auf kluges Wirtschaften mit Dingen, die man kostenlos bekommt.
Gerald ist sehr dankbar, daß es in Meißen und Umgebung viele Geschäftsleute und andere hilfsbereite Menschen gibt, die ihm immer wieder unter die Arme greifen. Gläubige und welche, die nicht glauben.
Er ist offen für alle Spenden, seien es Möbel, Essen, Fahrräder, Kleidung oder was sonst noch zu gebrauchen ist.
Durch die Unterstützung von Teppich-Schmidt, der jetzt sein neues Domizil neben TOOM hat, konnte eine weitere Idee, nämlich ein Zweite-Hand-Kaufhaus in den alten Räumen auf der Niederfährer Straße verwirklicht werden.

 

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Letzte Aktualisierung: Montag, 23. September 2019